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Kleines Fassaden-Alphabet

Aufbau Ihrer Fassade

Unterputz (Armierungsgewebe und Spachtelung) – Grundierung – Oberputz

Dübelung

abhängig von der Art des WDVS und des Untergrunds müssen WDVS geklebt und zusätzlich mechanisch befestigt oder ausschließlich verklebt am Untergrund geplant und verarbeitet werden. Unerlässlich ist eine Dübelung auf Betonuntergründen, bestehendem Altputz sowie auf bewitterten Rohbauten. Laut ÖNorm ist eine Befestigung mit 6 Stück Dübeln pro m² erforderlich.

EPS-F

Dämmstoff aus Polystyrol λ [W/mK] 0,040 - λ [W/mK] 0,031

Fassadengliederung

werkseitig vorgefertigte, aber auch baustellengefertigte Elemente werden auf dem bewehrten Unterputz aufgebracht. Auskragung und Verankerung in den tragenden Untergrund richten sich nach den Herstellerangaben.

Grundierung

eine sorgfältig aufgebrachte Grundierung hat folgende Aufgaben: Saugausgleich, Haftgrund, Egalisierung bei alkalischen Unterputzen sowie Verbesserung der Verarbeitungseigenschaften des Oberputzes. Die Grundierung muss auf den Oberputz abgestimmt werden. Besitzen Unter- und Oberputz dieselbe Bindemittelbasis kann die Grundierung entfallen.

Hellbezugswert (HBW)

für Oberputze sowie allfällige Deckbeschichtungen (Anstriche u.Ä.) ist ein Hellbezugswert von mindesten 25 einzuhalten. Die Angaben zum HBW finden Sie auf den Farbkarten der Hersteller.

Oberputz

neben der optischen Gestaltung der Fassade zählt der Witterungsschutz der darunterliegenden Schichten eines WDVS zu den Aufgaben eines Oberputzes. Die Mindestschichtdicke des Oberputzes beträgt 1,5mm, bei überwiegender Rillenstruktur 2mm. Ist eine feine Oberflächenstruktur gewünscht – mit einem Größtkorn des Oberputzes unter 1,5mm – lässt sich die Mindestschichtdicke durch mehrlagige Ausführung erreichen. Die Herstellung eines WDVS mit dem darauf aufgebrachten Putzsystem (Unter- und Oberputz) ist eine handwerkliche Tätigkeit. Die fertigen Oberflächen müssen den geforderten Charakter und ein Erscheinungsbild aufweisen, das in Struktur und Farbton einer fachgerechten Handarbeit entspricht. Eine Beurteilung der Oberflächen im Streiflicht ist nicht zulässig.

Unterputz mit Bewehrung

Alle sichtbaren Flächen müssen mit einem Putzsystem (bewehrter Unterputz und Oberputz) versehen werden. Dazu gehören auch die Laibungen, die durch die Dämmplatten gebildet werden, sowie die unteren und oberen Abschlüsse des WDVS, sofern sie nicht durch geeignete Profile umschlossen sind. Das WDVS muss deshalb so weit umschlossen sein, damit es nicht direkter Durchfeuchtung, der Zerstörung durch Insekten oder Nagetiere und im Brandfall direktem Flammenangriff ausgesetzt wird.

Abhängig von den Systemanforderungen und vom Material der Dämmplatten stehen unterschiedliche Unterputze (Materialart und –eigenschaften) zur Verfügung. Sie werden in den Nenndicken 3mm, 5mm und 8mm eingeteilt. Fenster- und Türanschlussprofil (APU-Leiste): verhindert Feuchtigkeitseintritt zwischen Fensterstock und Dämmmaterial

Wärmedurchgangskoeffizient

Der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils ist der Wert der für die weiteren Berechnungen der Heizkosten relevant ist. Der U-Wert ist der Kehrwert des Wärmedurchlasswiderstandes und gibt an welche Wärmemenge in Wh in einer Stunde bei 1 K Temperaturdifferenz durch ein m² Bauteilfläche verloren geht.

Je niedriger dieser Wert ist, desto weniger Wärme geht durch den Bauteil nach außen hin verloren.

Wärmedurchlasswiderstand

Um die Dämmwirkung einer Außenwand zu errechnen muss man die zuvor bekannten λ-Werte mit ihren zugehörigen Baustoffdicken zusammenführen.

Der Wärmedurchlasswiderstand wird von der Kennzahl des Materials und der Dicke beeinflusst. Dies bedeutet je dicker der Bauteil und je niedriger seine Wärmeleitfähigkeit ist desto besser kann er dämmen.

λ-Wert

Sie gibt an, wie hoch der Wärmestrom in einer 1 m dicken Stoffschicht bei 1 K Temperaturdifferenz ist d.h. welche Wärmemenge Q [Wh] bei einer Temperaturdifferenz von 1 K in einer Stunde durch eine 1 m² große und 1 m dicke Bauteilschicht dringt.“

Die Wärmeleitfähigkeit von Baustoffen gibt an wie hoch der Grad der Wärmeverluste ist. Je höher dieser Wert ist desto schneller gibt ein Baustoff die ihm zugeführte Wärme wieder ab. Je geringer dieser Wert ist desto besser kann der Baustoff dämmen.

WDVS

Wärmedämmungsverbundsystem